Was ist beim Buchdruck zu beachten?

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Ein Buchdruck ist ein großes und komplexes Unterfangen und sollte von daher schon im Vorhinein gut geplant sein. Dabei müssen Sie vor allem beachten und entscheiden, welchen Umfang Ihr Buch haben soll, wie die Grammatur des Papiers auszusehen hat, die Größe der Auflage und welche Bindungsart Sie verwenden. Nachfolgend stellen wir Ihnen kurz diese Punkte vor, damit Sie bei Ihrem Buchdruck oder beim Katalog drucken keine Probleme haben werden.

Buchdruck – Auflagenhöhe?

Beim Buchdruck müssen Sie darauf achten, wie viele Bücher Sie drucken wollen, denn davon hängt die Druckart ab. Wenn Sie nicht mehr als 500 Bücher drucken wollen, empfiehlt sich der Digitaldruck. Ab 1000 Stück sollten Sie sich für den Bogenoffsetdruck entscheiden. Folgende Vor- und Nachteile sind für diese zwei Druckverfahren zu nennen:

Digitaldruck

Vorteile:

  • Geringe Kosten bei kleinen Auflagen
  • schnelle Produktionszeiten
  • Möglichkeit Drucke zu personalisieren

Nachteile:

  • Eingeschränkte Auswahl an Papiersorten
  • kleine Qualitätsschwankungen möglich

Bogenoffsetdruck

Vorteile:

  • Für hohe Auflagen geeignet
  • Große Variabilität: fast alle Format- und Paierarten können damit verarbeitet werden
  • HKS- und Pantone-Farben garantieren farbechte Ergebnisse
  • Druck von Schmuckfarben wie Metalltöne oder Neonfarben möglich

Nachteile:

  • Längere Trockenzeit der Printprodukte erfordert eine verlängerte Produktionszeit
  • Keine Möglichkeit der Personalisierbarkeit der Druckbögen

Buchduck – Bindungsart?

Beim Buchdruck müssen Sie neben der Höhe der Auflage ebenso entscheiden, wie Sie Ihr Buch binden lassen wollen. Hier stellen wir Ihnen kurz die beiden Bindungsarten vor, die für Sie beim Druck Ihres Buches in Frage kommen:

Fadenheftung

Mit Hilfe eines Buchbindegarns werden bei dieser Bindungsart die Druckbögen nach dem Falzen zu einzelnen Broschüren vernäht. Diese werden dann am Ende zusammen am Buchrücken mit einer Leimschicht verschlossen. Diese Heftung ist sowohl für Hard- als auch Softcover möglich. Folgende Vor- und Nachteile sind für diese Bindungsart wichtig:

Vorteile:

  • Lange haltbarkeit und sehr stabil
  • Gutes Aufschlagverhalten des Buches (lässt sich weit bei dieser Bindung aufklappen)
  • höherwertigere Anmutung der Printprodukte

Nachteile:

  • Herstellungsverfahren ist sehr kostenintensiv, da aufwendig

Die andere Bindungsart die Sie für Ihren Buchdruck wählen können, ist die Klebebindung.

 Klebebindung

Bei diesem Verfahren wird der Buchrücken aufgefräst und mit einem dünnen Klebstoffilm bestrichen, der dann die Seiten zusammenhält. Für diese Bindung, die ebenfalls für den Soft- und Hardcoverbereich möglich ist, gibt es dann nochmals eine Unterteilung zwischen Hotmelt und PUR Bindung. Die Vor- und Nachteile dieser beiden Arten der Klebebindung werden im Folgenden benannt:

Hotmelt

Hotmelt steht dabei für einen Schmelz- bzw. Heißleim, der auf den Buchrücken mit einer hohen Temperatur  aufgetragen wird.

Vorteile:

  • Dank kurzer Trockenzeit ist eine schnelle Weiterverarbeitung möglich

Nachteile:

  • Durch Hitzeentwicklung können sich Seiten lösen
  • Geringere Haltbarkeit

PUR (=Polyurethan)

Dieser wird anstelle von Klebstoff verwendet, dann heiß verarbeitet und beim Erkalten an der Luft verfestigt er sich dann.

Vorteile:

  • Bessere Belastbarkeit bei hoher Erwärmung und Luftfeuchtigkeit
  • längere Haltbarkeit

Nachteile:

  • Durch intensivere Aushärtezeit längere Produktionszeit
  • Teurer als Hotmelt Klebebindung

Buchdruck – Umfang des Werkes und Stärke des Papiers

Dabei sollten Sie beachten, dass je nachdem wie hoch die Grammatur Ihres gewählten Papiers ist, wiederum auch die Höhe der Seitenanzahl ihres Buches beeinflusst wird. Wenn Sie sich beispielsweise für eine Grammtur von 80g/m² entscheiden, ist es möglich, dass Sie viel mehr Seiten für Ihr Buch drucken lassen können, als wenn Sie sich für eine Grammatur von 300g/m² enrtscheiden. Leider gibt es keine pauschale Antwort, welche Grammtur die richtige für Ihren Buchdruck ist, da dies in Abhängigkeit zu dem jeweiligen Verwendungszweck des Buches steht. Merken Sie sich dabei aber Folgendes:

  • Je höher die qualitative Anmutung des Papieres sein sollte, desto höher sollte die Grammatur des Papieres sein
  • Je höher die Grammatur des Papieres ist, desto geringer ist die Seitenzahl Ihres Buchdrucks
  • Tendenziell können Sie mit einer Klebebindung mehr Seiten in Ihrem Buch binden lassen, als bei der Fadenheftung (Grober Richtwert 500 Seiten)

Mit Hilfe dieser Tipps, werden Sie die wichtigsten Punkte beim Buchdruck beachten! Damit werden Sie in Zukunft weniger Probleme beim Druck Ihres Buch haben.

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